Modellorte

Durlangen, Ortsteil Durlangen

Gemeinde Durlangen  
Einwohnerzahl 2.932 (2010)
Einwohnerzahl
Hauptort Durlangen
2.158 (2010)
Regierungsbezirk Stuttgart
Landkreis Ostalbkreis
Regionalverband /
Planungsregion
Ostwürttemberg
Bürgermeister Dieter Gerstlauer
   
Planer Alexander Speidel, Planungsbüro PES
durlangen

Durlangen, Ortsteil Durlangen

Das geplante MELAP PLUS Vorhaben

Die Gemeinde Durlangen hat für die Gesamtgemeinde ein Leitbild zur nachhaltigen Entwicklungsplanung erarbeitet. Es wurde eine Reihe von Leitzielen formuliert, die man unter der Überschrift „Schaffung von Wertschöpfung im Ort“ zusammenfassen kann. In MELAP PLUS will die Gemeinde im Hauptort Durlangen einen Teil dieses Entwicklungskonzeptes beispielhaft umsetzen und dazu unter anderem folgende Projekte durchführen:

  • Genossenschaftliche Einrichtung eines Dorfladens in einem leer stehenden und ortsbildprägenden landwirtschaftlichen Gebäude,
  • Realisierung von Seniorenwohnen in Baugemeinschaften,
  • Bürgerschaftliche Finanzierung kommunaler Projekte z.B. über Bürgerfonds,
  • Energieversorgung der Ortsmitte durch ein Blockheizkraftwerk, das über einen Nahwärmeverbund öffentliche Einrichtungen sowie Wohn- und Geschäftsgebäude versorgen soll.

Durch Umnutzung und Nachverdichtung sollen verschiedene Wohnprojekte wie familienfreundliches Wohnen in kostengünstiger und flexibler Modulbauweise sowie Projekte für soziale und kulturelle Zwecke realisiert werden. Die Umnutzung eines Gebäudes in der Ortsmitte zum Bürgerhaus, die Aktivierung eines benachbarten Gebäudes zum Kulturspeicher und eine Plattform für Bürgerkompetenz sollen zu einer attraktiven und lebendigen Ortsmitte beitragen.

Lage und Verkehrsanbindung

Die Gemeinde Durlangen liegt 63 km östlich von Stuttgart am südöstlichen Rand des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald zwischen Kochertal und Remstal. Sie ist über die Kreisstraße K3257 an die B298 angebunden und liegt neun Kilometer entfernt vom Mittelzentrum Schwäbisch-Gmünd.

Siedlungsstruktur

Durlangen besteht aus den Ortsteilen Durlangen, Tanau und Zimmerbach. Zur Gemeinde gehören außerdem neun Einzelgehöfte und Wohnplätze. Die Gemeinde strebt die Entwicklung des Durlanger Ortskerns an, der infolge der Ausrichtung auf die Außenentwicklung und der Lage des Rathauses am westlichen Siedlungsrand an Qualität verloren hat. Einer hohen Wohnungsnachfrage entsprechend fand seit den 1960er Jahren die schnelle und fortschreitende Entwicklung neuer Baugebiete im Außenbereich statt. Der landwirtschaftlich geprägte Altort, in dem heute noch sechs Landwirte Milchwirtschaft betreiben, wurde nicht in gleicher Weise entwickelt. Einige ortsbildprägende Wohnstallhäuser sind untergenutzt und sollen modernisiert werden.

Bevölkerung, Wirtschaft und Infrastruktur

Durlangen ist seit 2005 von einem Einwohnerrückgang betroffen. Für den Ostalbkreis ist generell mit einer starken Abnahme der Bevölkerung bis 2030 zu rechnen. Die Schließung einer großen Möbelfabrik Anfang der 1990er Jahre führte zu einem Arbeitsplatzverlust am Ort, von dem sich die Gemeinde nur langsam erholt. Mit 360 vorwiegend im produzierenden Gewerbe angesiedelten Arbeitsplätzen und 60 Unternehmen verfügt Durlangen dennoch über ein gutes wirtschaftliches Potenzial. Eine gute Ausstattung an öffentlichen Einrichtungen, Gaststätten (z.T. mit Übernachtungsmöglichkeiten) und ein aktives Vereinsleben mit 18 Vereinen und Gruppen machen Durlangen zu einem attraktiven Wohnstandort.

 

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