Modellorte

Mundelfingen

Stadt Hüfingen
Einwohnerzahl 7.634 (2010)
Einwohnerzahl
Mundelfingen
679 (2010)
Regierungsbezirk Freiburg
Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis
Regionalverband /
Planungsregion
Schwarzwald-Baar-Heuberg
Bürgermeister Anton Knapp
Ortsvorsteher Michael Jerg
   
Planer Otto Körner, ARCUS - Stadtplanung
mundelfingen

Hüfingen - Mundelfingen

Das geplante MELAP PLUS Vorhaben

Das MELAP PLUS Konzept von Hüfingen-Mundelfingen sieht zunächst eine mehrmonatige Konzeptionsphase vor. Sie beinhaltet eine intensive Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung, die eine Basis für das „Zukunftsprogramm Mundelfingen“ sein soll. Durch initiale finanzielle Förderung einerseits und Bürgerbeteiligung andererseits soll in Mundelfingen Innenentwicklung zu einem Selbstläufer werden. Geplant ist eine Reihe von privaten Umnutzungsmaßnahmen. Mundelfingen möchte im Modellvorhaben Beispiele hinsichtlich einer regionstypischen Baukultur geben. Architektenwettbewerbe und der Entwurf von Gestaltungsrichtlinien sollen helfen, das typische „Baaremer Dorf“ zu erhalten und weiter zu entwickeln. Mundelfingen ist am REFINA-Projekt „Partnerschaften für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung“ beteiligt und engagiert sich hinsichtlich der Nutzung von Solar- und Bioenergie. In beiden Fällen sind Synergien in Bezug auf MELAP PLUS zu erwarten.

Lage und Verkehrsanbindung

Die Stadt Hüfingen besteht aus fünf Stadtteilen und liegt südlich von Donaueschingen auf der Baar und grenzt an den östlichen Südschwarzwald. Hüfingen ist ein Kleinzentrum und befindet sich im Naturpark Südschwarzwald, außerdem ist die Stadt Teil der Natur- und Kulturlandschaft Wutachregion. Der 1974 eingemeindete Ortsteil Mundelfingen liegt in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet Gauchachschlucht. Die Bundesstraßen B27 und B31 sowie verschiedene Bahnanschlüsse in Donaueschingen und Döggingen binden den Erholungsort Hüfingen an das überregionale Verkehrsnetz an.

Siedlungsstruktur

Mundelfingen ist ein durch zahlreiche Freiflächen aufgelockertes Haufendorf mit nur kleinen Erweiterungen durch Neubaugebiete am Ortsrand. Der Wandel in der Landwirtschaft und die Auslagerung von Bauernhöfen führten zu einer großen Anzahl von zum Teil leer stehenden, großvolumigen Bauernhäusern. Sehenswert ist die barocke Dorfkirche St. Georg, die nach Plänen des berühmten Baumeisters Peter Thumb in den Jahren 1750/51 erbaut wurde.

Bevölkerung, Wirtschaft und Infrastruktur

Die Einwohnerzahl Mundelfingens pendelt seit 1997 um 700 Einwohner. Seit dem Jahr 2004 ist jedoch ein Einwohnerrückgang feststellbar, der mit einer älter werdenden Bevölkerung einhergeht. Alleine in Mundelfingen bieten rund 50 Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe eine Reihe von Arbeitsplätzen. Es gibt einen Kindergarten mit einer altersgemischten Gruppe, eine Grundschulaußenstelle und eine Multifunktionshalle. Die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs wird durch einen Dorfladen gewährleistet, der neben konventionellen auch biologisch erzeugte Produkte in seinem Sortiment hat. Mundelfingen ist sehr aktiv in der Förderung regenerativer Energien. Seit Juli 2010 kann der Strombedarf von Mundelfingen aus 61 privaten Photovoltaikanlagen gedeckt werden. Zurzeit wird die Umsetzung eines Nahwärmenetzes geprüft, das durch eine bestehende private Biogasanlage gespeist werden soll. Darüber hinaus zeichnet sich Mundelfingen durch sehr aktive Vereine und Bürgerinitiativen aus. Sie bilden mit einer Reihe von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen die Grundlage für einen guten dörflichen Zusammenhalt und signalisieren das Potenzial, auch größere Projekte in Angriff nehmen zu können. Das „Am-Vieh-Theater“ ist ein Beispiel für eine überörtlich bekannte kulturelle Initiative in Mundelfingen.

 

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